5 Tipps zum Thema Fliegen für große Leute

5 Tipps - Fliegen für große Leute

Update: 09/2016

Nachdem die Lufthansa ja mal wieder gerade leiden muss, habe ich mir Gedanken gemacht, ob nicht große Leute in Flugzeugen auch leiden.

Meine Antwort war ein klares JA. Mit meinen gut über 2 m Körpergröße bin ich wohl der Präzedenzfall für einen Reisenden, der sich mit dem Thema Fliegen für große Leute beschäftigen muss.

Dies „darf“ ich nun schon seit etwa 20 Jahren von Zeit zu Zeit tun um die Leiden erträglich zu halten..

Meine Top 5 Tipps zum Thema Fliegen für große Leute  werden Dir ein wenig Linderung zu verschaffen.

An dieser Stelle macht es dann wohl mal Sinn, einen Post zu schreiben in dem ich die Möglichkeiten aufzähle, die einem das Fliegen als großer Mensch mit normalem Gehalt etwas erträglicher machen können.

1. Sitzabstand

Der Sitzabstand ist zwar von Airline zu Airline verschieden, es gibt aber auch innerhalb einer Airline zwischen den einzelnen Flugzeug Typen Unterschiede. Um nun für einen Flug die zugehörige Maschine zu finden und dann die Besonderheiten verschiedener Sitzreihen ist die Seite Seat Guru ein absolutes Muss.

Generell sind die Abstände in der ersten Reihe und an Notausstiegen meistens etwas größer. Bei Notausstiegen ist zu beachten, das es auch Maschinen gibt, in denen an diesen Plätzen die Rückenlehne nicht gekippt werden kann.

Aber auch hier ist in der letzten Zeit der Mehrwert den Airlines bewusst geworden und sie versuchen diese Plätze teurer zu verkaufen. Auf der Seite des Spiegel findet sich hierzu ein Artikel unter dem Titel „Flug mit Beinfreiheit: Lufthansa verteuert Platz am Notausgang„.

Ein weiterer Aspekt bei Rand Plätzen ist die Frage ob unter dem Vordersitz die Entertainment Box angebracht ist, was den Fußraum zusätzlich einschränken würde.

Bei der Lufthansa konnte ich in den letzten Jahren eine gewisse Verbesserung dadurch feststellen, das die Sitze an sich offenbar schmäler geworden sind und so die Knie Freiheit um 2-3 cm gestiegen ist. Und bei längeren Flügen zählt jeder Zentimeter.

2. Check In

Gerade bei langen Flügen ist es immer sinnvoll nicht am Automaten den Check In zu machen sondern sich am Schalter einzufinden. Hier hast Du oftmals die Möglichkeit aufgrund kurzfristiger Stornos bessere Plätze zu bekommen. Meist ist die Sitz Auswahl auch noch besser, wenn man versucht sehr früh die Flüge zu buchen und dann gleich die entsprechenden Plätz zu reservieren.

Hier hat sich auch der Vorabend Check In bewährt, da Du dort einer der ersten bist, die die Restplätze bekommen.

Fliegt man nicht gerade mit dem A 380 macht der Fensterplatz für sehr große Menschen nur bedingt Sinn, da die meist gebogene Bordwand im Kopfbereich und im Fußbereich dem Passagier etwas Platz wegnimmt. Gerade in Regional Fliegern ist der Fensterplatz fast schon nicht nutzbar.

3. Upgrade

Eine mit etwas Risiko behaftete Möglichkeit, die in der Vergangenheit auch immer mal wieder geklappt hat, ist der sehr späte Check In bei gleichzeitiger Überbuchung der Maschine. Dies kann dazu führen, das man mangels Platz ein kostenloses Upgrade bekommt.

Das Risiko ist in diesem Fall, das Du nicht mitkommst, sondern erst mit der nächsten Maschine fliegen kannst. Dies hat aber den Vorzug einen gewissen finanziellen Ausgleich zu bekommen. Diese Option wurde aber in den letzten Jahren meist dadurch geschmälert, das das Upgrade erst Status Passagieren bzw. Vollzahlern angeboten wird und dann dem Rest der Menschheit.

4. Kinder

Genauer gesagt Kleinkinder haben den Vorzug, das man beim Check In in den meisten Fällen einen Platz in der ersten Reihe bekommt. Für das Kleinkind ohne eigenen Sitz gibt es auf Langstrecken immer ein Baby Körbchen, das vor den Eltern quer an der Trennwand angebracht wird. Hier muss ich jetzt mal eine Lanze für den A380 brechen. Der eine so große Kopffreiheit hat, das ich mit meinen über 2 m Körpergröße aufrecht neben der Baby Bay stehen konnte.

5. Mehr bezahlen

Verschiedene Airlines bieten mittlerweile eine ECO Plus Klasse an. Komfort ist wie in der ECO Klasse, aber der Sitzabstand ist ca. 10-15 cm größer. Die Aufpreise sind stark unterschiedlich, aber auf wirklichen Langstrecken > 10 Stunden sind diese durchaus Überlegens wert.

Die Lufthansa bietet ihre ECO Plus in der Regel für 700 EUR  mehr an. BEi unserem letzten Rückflug aus den USA wurde On Board dann ein Upgrade für 300 EUR angeboten.

Ich bin bei der United da mal mit geflogen und das was deutlich entspannter auf meinem Flug nach Phoenix. Bestimmte Angebote für Business Class Ticket sind auch für besondere Anlässe vielleicht mal bezahlbar.

Einen Überblick der Airlines, die eine verbesserte ECO klasse anbieten ist auf der Seite seatguru.com zu finden.

Weitere Informationen:

Für einen generellen Anhaltspunkt wie die Sitzabstände der einzelnen Airline einzuordnen sind gibt es bei Fairliners.com eine ganz gute Übersicht.

N-TV hat veröffentlicht was alle schon wussten: Es besteht kein Anspruch auf Beinfreiheit

Ein etwas älterer Artikel zum Thema Passagier gegen Air Berlin (Den Inhalt der Seite kann ich weder kommentieren noch nachprüfen.)

Geigen Sie mir Ihre Meinung. Ich freue mich über jeden Kommentar.

Ein Gedanke zu „5 Tipps zum Thema Fliegen für große Leute

  1. Hi Andreas,

    danke für Deinen Bericht. Ich teile das Leid mit Dir – mit 1.99m (davon im Verhältnis aber lange Beine)

    Ich werde mir Deine Tipps nochmal kurz vor unserem diesjährigen Urlaub in Kanda, wo es mich allerdings schon extrem vor dem Flug graut, zu gute führen.
    2015 sind wir mit Delta Airlines nach New York geflogen und auf dem Amsterdamer Flughafen hatte ich versucht mit etwas Charme und präsentation meiner Gesamtgröße einen Notausgangplatz zu bekommen. Am Schalter bleib die unterkühlte Dame hart und bat mir nur zu horrenten Mehrkosten einen solcher Plätze an. Meiner Meinung nach eine riesen Frechheit. Hier wird man mit seiner größe bestraft und Geld gemacht.
    Im Flieger hatte ich dann Beinfreiheit im mm-Bereich, so das ich wenigstens Froh war am Gang zu sitzen. Nach 3 Stunden Flug und gerade im Reich der Träume, haute mir die Saftschubse auch noch den Wagen genau gegen das Kniegelenk. Dafür bekam ich dann ein schüchternes „Sorry“, nur um etwas später genau das gleiche nochmal zu erleben. Ich bin nicht wehleidig aber so ein Wägelchen mit Metallkannten ist bei etwas fahrt einfach sehr schmerzlich.

    Mit Kanada kommen nun aber 13 Stunden Flug auf mich zu und eine Mehrpreisabzocke von mehreren hundert Euro für 10cm Beinfreiheit wiederspricht mir und vorallem meinem Geldbeutel.

    Zu welcher Methode tendierst Du eher? Ich hatte es bisher immer mit Vorabend-Check-In probiert, das hat aber die letzten Male so gut wie nie kostenlos funktioniert.

    lg Andrew

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