Blogparade – Wie weit darf Fotobearbeitung gehen?

Blogparade - Wie weit darf Fotobearbeitung gehen

Ich hatte vor einiger Zeit, eh ne vor 2 Jahren bei einer Blogparadre zum Thema „Reiseplanung: Mit oder ohne Reiseführer?“ teilgenommen. Hier nun mein zweiter Versuch mich den Fragen der Autoren zu stellen.

Heute geht es um das Thema „Wie weit darf Fotobearbeitung gehen?„. Ja ich fotografiere auch selber und ich bin somit auch mit dem Thema befasst. Ich muss allerdings zugeben, das ich mir über diese Frage noch nie wirklich Gedanken gemacht habe. Deshalb wird es nun Zeit.

Gefunden habe ich die Blogparade bei reisen-fotografie.de. Thomas und Melanie schreiben über ihre Reisen und digitaler Fotografie.
Ok nun zusammenreißen und  auf die Fragen konzentrieren.

Bearbeitet Ihr selber Bilder?

JA leider. Ich hätte so gerne jemanden, der für mich die Beauty Überarbeitung der Bilder macht. Doch habe ich bisher noch niemanden gefunden, der das für lau macht. Nein im Ernst, ich bearbeite die Bilder selber, da ich so auch mal mit Bildern etwas spielen kann.

Bearbeitet Ihr nichts und nehmt was als JPG aus der Kamera kommt?

Eh, ja ich bin beim Fotografieren teilweise etwas Faul. Da wird die Blendenkorrektur halt mal so gelassen wie sie gestern war und das Ergebnis ist halt dann etwas dunkler. Unter anderem deshalb mache ich Raw Fotos. Da kann ich solche Pannen noch in der Nachbearbeitung korrigieren ohne gleich einen größeren Qulitätsverlust zu erleiden.

Wie intensiv bearbeitet Ihr Bilder?

Kann ich eigentlich nicht sagen. Es hängt immer davon ab, was das Ergebnis sein soll. Normaler Weise beschränke ich mich auf die Grund Einstellungen wie Belichtung, Kontrast und Sättigung.
Teilweise werden auch mal die Gradationskurven etwas geändert. Dies ist bei mir aber eher die Ausnahme. Leider muss ich sehr oft das Bild gerade stellen, da das gerade halten der Kamera nicht meine Stärke ist.
Hier vielleicht mal 2 Beispiel für wenig und etwas mehr Bearbeitung.
 Yellowstone_Geysir
 florida_everglades_aligater

 

Wo sind für Euch Grenzen bei der Fotobearbeitung – habt Ihr NoGos?

Im Prinzip gibt es nicht viele NoGos. Es gibt nur Sachen, die für mich ein Foto zu einem Kunstwerk machen und damit weg von der Abbildung der Realität gehen. Beispiele sind hier Farbverfremdungen oder Collagen. Meine Lieblings Beispiel für Kunst und nicht mehr Foto sind die Bilder von Andreas Gursky.

Seht ihr eine Grenze zwischen dokumentarischen Bildern und Kunst?

Die Grenze ist für mich eindeutig da wo ich nicht mehr davon sprechen kann, das ein Foto die Realität abbildet und damit auch kein Zeitzeugnis ist. Kunst hat oft etwas interpretierendes, z.B. wie jemand eine Situation empfindet.

Wo ist für Euch die Grenze vom Foto zum Composing?

Ich muss zugeben, ich hab erst mal Google gefragt was Composing ist. Sehr peinlich? Dr. Web öffnet einem dann die Augen. (10 einfache Composing-Techniken für Photoshop)

Gut nun zur Antwort: Composing fängt bei mir da an wo Teile eines Bildes ersetzt oder 2 Bilder zusammengefügt werden. Wie so oft gibt es aber für mich noch eine Ausnahme. Ein Panorama, sprich ich setze 8 Teilbilder zu einem Großen zusammensetzt.

Wo fängt bei euch die Bildmanipulation an?

Wenn man ein Bild so ändert, das es nicht mehr die Wirklichkeit so abbildet wie sie ist, sondern so wie man sie sehen will. Ein schwerer Fall sind Änderungen an einem Bild, die dem Betrachter als solche nicht auffallen. Schöne Beispiele waren die Bildmanipulationen in der ehemaligen Sowjetunion, bei denen von offiziellen Bilder teilweise über die Zeit der eine oder andere Teilnehmer verschwand.

Nutz Ihr das RAW-Format oder lieber „fast“ fertige Bilder in JPG?

Wie oben bereits erwähnt, bin ich fast gezwungen RAW zu fotografieren um meine eigenen Schwachen korrigieren zu können. Auch gibt es mir die Möglichkeit auch mal etwas mehr zu machen, wenn es nicht um Fotos geht sondern um etwas spezielles auszudrücken. Das geht mit JPG nur begrenzt. Spätestens wenn man solche Bilder dann noch größer aus belichten will wird es dann wirklich schwierig.

Betrachtet Ihr gerne Bilder, die vielleicht nicht der Realität entsprechen oder habt ihr es lieber natürlich?

Ich mag Bilder sehr, die realistisch aussehen, aber nicht realistisch sein können. die Suche nach den Details, die beweisen, das es nicht realistisch ist, macht absolut Spaß.

Arbeitet Ihr auch mit Montagen oder stempelt störende Dinge in Bildern weg?

Sehr selten. Bei Portraits habe ich das mal gemacht, aber in der Regel habe ich dafür erst gar keine Zeit.

Verändert Ihr bewusst Farben oder nutzt ihr nur die im Bild vorhandenen? 

Ich nutze in der Regel immer die Farben die im Bild sind. Einzige Ausnahme wenn ich mal wieder den tiefen Drang verspüre, Schwaz Weis Bilder zu erzeugen. Da werden dann sehr viele Farben verändert. 😉

So jetzt seit Ihr dran, entweder ihr macht auch bei der Blog Parade mit oder ihr hinterlast hier euren Kommentar.

3 Gedanken zu „Blogparade – Wie weit darf Fotobearbeitung gehen?

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