Blogparade – ReiseEntpfehlung

Blogparade - ReiseEntpfehlung Im August habe ich mich in einer Blogparade von Thomas mit der Nachbearbeitung von Fotos beschäftigt.

Nachdem mir das Thema Blogparade Spaß gemacht hat, wird es jetzt eine Serie geben.

Geplant ist, 1 bis 2 mal im Monat an einer Blogparade teil zu nehmen.

Heute nun Folge 2 in dieser Reihe. Diesmal von Marie zum Thema ReiseEntpfehlung.

Eine ReiseEntpfehlung ist dabei das Gegenteil zu einer gerne genommenen Reise Empfehlung. Folgende Fragen waren zur Unterstützung vorgegeben.

Hattest du schon einmal ähnliche Erlebnisse?

Hintergrund der Frage war, das Marie auf Kuba die Erfahrung gemacht hatte, das die teilweise schon romantisch anmutenden Erwartungen die Reiseberichte und Reiseführer in Ihr geweckt hatten, doch in der Realität arg strapaziert wurden.

Ich für meinen Teil hatte das Problem auf so krass wie es dort beschrieben wurde noch nicht. Natürlich bin auch ich schon den schillernden Bildern von tollen Hotels in Tunesien aufgesessen, die dann eher als Bruchbude daher kam. Doch hatte ich bisher das Glück Reiseführer zu kaufen, die eigentlich immer zumindest halbwegs glaubwürdig.

Welches Reiseland, welche Attraktion, welches Event oder was auch immer kannst du wirklich keinem ans Herz legen?

Es gibt Veranstaltungen, da muss man glaub ich dafür geboren werden. Zum Beispiel der Karneval in Köln. Ich durfte diesen schon das eine oder andere mal aus familiären Gründen erleben. Doch für mich aus Oberbayern ist Karneval etwas eher befremdliches.

Ich kann mir vorstellen, das es dem einen oder anderen bei der Wiesen in München genau so geht.

Gut raus aus Deutschland. Zypern war für mich eher weniger attraktiv. Wir waren damals im September auf der Insel und die Landschaft und die Küste wirkte für mich eher nicht zu einladend.

 

Wie gehst du mit deinen Reiseenttäuschungen um? Gibst du Orten eine zweite Chance oder lautet dein Motto: Einmal und nie wieder?

Ich muss geschehen, das ich mit meinen 44 Jahren bisher grundsätzlich sehr selten 2 mal an einen Ort gefahren bin. Für mich ist die Welt noch so groß, das ich mir gut vorstellen kann dies noch eine ganze Zeit so durchhalten zu können. Somit kann meine Antwort hier nur hypothetischer Natur sein.

Ich denke ich würde mir differenziertere Gedanken zu dem Thema machen. Die Frage ist Warum hat es mir nicht gefallen? Nehmen wir mein Beispiel Zypern. Im September war das Land ausgetrocknet und braun. Vielleicht ist Zypern im Frühjahr eine ganz andere Reisedestination, wenn die Natur genügend Wasser hat.

Auf der anderen Seite gibt es Themen, die ich nicht zwei mal haben muss. Zum Bespiel ein heruntergekommenes Motel in einem Vorort von Bosten. Dort gibt es genug Motels. Da war das erste Mal sicher auch das letzte.

Oder wurdest du sogar schon einmal bei einem Zweitversuch vom Gegenteil überzeugt?

Ich habe die Erfahrung gemacht, das einem Orte teilweise besser gefallen, wenn man das zweite mal dort ist. Ich vermute, das es daran liegt, das man den Ort ja schon kennt und ihn so nicht erste erkunden muss sondern ihn erleben kann.

Mein Beispiel hierfür ist die New Yorker Subway. Diese ist für jemanden über 2 m an manchen Stellen schon mal stressig. Ich war bei meinem ersten Besuch in New York eigentlich vor allem damit beschäftigt mir in der Subway nirgends den Kopf an zu stoßen und gleichzeitig niemanden Umzurempeln. Dann kommt noch dazu, das die Wochenkarte ja auch regelmäßig nicht mehr geht und man aber schon 3 Leute hinter sich stehen hat, die auch durch wollen.

Beim zweiten mal kannte ich die Themen, bin nach jeder größeren Attraktion direkt zu Kassiererin und habe meine Karte wiederbeleben lassen. Mit solchen Voraussetzungen hat man dann auch mal die Zeit sich die Menschen etwas mehr zu beobachten und Subway fahren mehr zu genießen.

Gibt es vielleicht Orte, die dich trotz einer vorherigen Entpfehlung positiv überraschen konnten?

Diese Orte gibt es in der Tat. Bei näherem Hinsehen waren Orte, die ich wahrscheinlich mit einer anderen Erwartungshaltung betreten habe wie die Entpfehlenden. Mein Lieblings Beispiel ist der niedliche kleine Manneken Pis in Brüssel. Er wurde mir als schrecklich beschrieben. Ja er ist klein und die Bilder im Reiseführer sind groß, doch wenn man das weis, kann man ihn viel besser einschätzen.

Ein weiteres schönes Beispiel ist die Terry Bison Ranch in Wyoming. Wir hatten sie heuer trotz einer Entpfehlung durch Freunde gebucht. JA die Geräte auf den Spielplätzen sind alt und selber gebaut. Aber das Bison Steak das wir dort gegessen haben war unbezahlbar. Auch unsere Kinder konnten bis in den Sonnenuntergang mit einigen Sicherheitshinweisen versehen, toll einen der 3 Spielplätze nutzen.

Fazit

Man sollte sich bis zu einem gewissen Grad immer ein eigenes Bild zu einem Land, einem Ort , einem Event oder Attraktion machen. Empfehlungen und Entpfehlungen werden immer von Leuten gemacht, die in der Regel eine andere Erwartungshaltung zu etwas haben, als man selbst.

Davon abgesehen gibt es natürlich überall Grenzen, die natürlich auch nicht tolerierbar sind.

Deine Meinung zu dem Thema? Oder Du machst vielleicht auch gleich mit!

 

5 Gedanken zu „Blogparade – ReiseEntpfehlung

  1. Hallo Andreas,

    wie schön, dass du unsere Blogparade entdeckt hast und die Fragen dich inspirieren konnten! Du hast eindeutig Recht, dass die Erwartungshaltung an einen Ort eine große Rolle spielt, ob dieser einem nun gefällt oder eben nicht.

    Auch mir fällt es schwer nochmals an einen Ort zu gehen, insbesondere wenn dieser mir nicht gefallen hat, da die Welt ja noch so viel anderes zu bieten weiß. Wenn das Missfallen jedoch eher an den äußeren Umständen (wie Wetter oder Unterkunft) lag, steht einer zweiten, positiveren Erfahrung ja auch nichts im Wege.

    Liebe Grüße
    Marie

  2. Ja, die Wiesn …. das Leid der Bayern. Immer, wenn ich auf einer Wiesn-ähnlichen Veranstaltung bin ( bei uns gibt es Trachtenfeste an jeder Ecke und in jedem noch so kleinem Dorf), werde ich gefragt, ob ich auf dem Oktoberfest bin.

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